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Schlagwort-Archive: Grevenmacher

Video

Liesung mam Lyriker Tom Weber (ganze Video)

Mein ganz Liesung vu leschtem Freiden am Kulturcafé zu Gréiwemaacher, ass ab elo op YouTube verfügbar !

Grousse Merci un d’Aline Bruck, wat déi ganz Liesung live op Facebook gestreamt hat, an dem säi Videomaterial ech och fir dëse Video zur Verfügung gestallt krut:

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Lesung im Kulturcafé in Grevenmacher (28.04.2017)

Meine erste öffentliche Lesung in Grevenmacher war ein voller Erfolg !

 
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Verfasst von - 29. April 2017 in Gemischtes, Literatur

 

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Gedanken bei einem Glas Elbling

Gedanken bei einem Glas Elbling

Heute Nachmittag habe ich das außerordentlich schöne Wetter hier in Grevenmacher für einen Spaziergang durch die Weinberge genutzt. Obwohl der Winter meine persönliche Lieblingsjahreszeit ist, muss ich gestehen, dass ich die nachmittaglichen Spaziergänge doch etwas vermisst habe. Ich bin meinen üblichen Weg gegangen, hinauf zur Kreuzkapelle, Wahrzeichen meiner Heimatstadt, und habe mich dann, ebenfalls wie üblich auf einer noch freien Bank für meine Nachmittagslektüre niedergelassen. Diese soll heute einmal ausnahmsweise keine Rolle auf diesem Blog spielen (Paul Éluard: «Capitale de la douleur» suivie de «l’amour la poésie» für diejenigen die es interessiert), vielmehr will ich einige meiner Gedanken während dieser kurzen Nachmittagsmediation mit euch teilen.

Meine Entscheidung, nach Trier studieren zu gehen, stieß bei sehr vielen in meinem näheren Umkreis auf Unverständnis.
„Du musst doch einmal wirklich raus aus Luxemburg!”

„Du lernst soviel mehr, wenn du einmal weg von zuhause leben musst.”

„Du musst deine Angst vor der Fremde überwinden”

„Du kannst doch nicht dein Leben lang in Grevenmacher wohnen wollen”

Diese und weitere, ähnliche Aussagen habe ich im Überschwang zu hören bekommen. Ich bin bis jetzt nie wirklich darauf eingegangen, doch heute möchte ich sie etwas breiter beleuchten.

Das Leben als Student hat eine gewisse Symbolhaftigkeit. Unabhängigkeit, Freiheit und insgesamt der Aufbruch ins Erwachsenenleben wird damit verbunden. Daran gekoppelt scheint aber auch gleichzeitig die Reise in die Ferne zu sein. Viele meiner befreundeten Literaten haben mir beispielsweise gesagt:

„Du als Literaturfreund weißt doch sicher, dass jeder Bildungsroman mit dem Aufbruch des Protagonisten in die Ferne beginnt, mit dem Verlassen des Elternhauses und des gewohnten Umfeldes”.

Dies ist mir sehr wohl bewusst, doch sollten wir gleichzeitig bedenken, dass die große Zeit des Bildungsromans bereits vorüber ist. Damals hatte „die Fremde” noch eine ganz andere Bedeutung als heute.

Ich glaube nicht, dass erwachsen werden zwingend mit dem Verlassen der Heimat verbunden ist. Natürlich ist der Übergang dadurch radikaler, manch einer brauch sicherlich auch einen derart drastischen Wechsel um wirklich Verantwortung übernehmen zu können. Doch im Gegensatz zu unserer heutigen Zeit, war es früher nur eine priviligierte Schicht, die sich ein solches Jugendabenteuer überhaupt leisten konnte. Auch heute ist es noch lange nicht für jeden eine Option weit ins Ausland studieren gehen zu können. Können all diese Menschen etwa nicht erwachsen werden ? Wohl kaum.

Nun bin ich aber zugegebenermaßen nicht gerade in dieser Situation. Ich könnte mir aufgrund der finanziellen Situation meiner Eltern und dank der mehr als großzügigen Unterstützung durch den luxemburgischen Staat ohne Probleme auch einen längeren Aufenthalt im Ausland leisten. Dennoch hat mich diese Option nie gereizt und sie tut es bis heute nicht. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass dies nichts mit „Angst” zu tun hat. Heute Nachmittag habe ich erneut genau ins Innere meiner selbst geblickt (und ich wage an dieser Stelle einmal zu behaupten, dass ich als Lyriker bereits einige Erfahrung in dieser Übung mitbringe) und keine Spur von Angst gefunden. Aber eben auch kein Interesse, keine drängende Lust in die Ferne, zumindest nicht in diesem Sinn.

Ich möchte das Erkunden fremder Orte nämlich auf gar keinen Fall kleinreden. Ich liebe es zu reisen und möchte auch in Zukunft noch sehr viele Orte dieser wunderbaren Welt kennenlernen. Aber eben als Reisender, nicht als Einwohner. Ich glaube wirklich nicht, dass ich kulturell ungebildet bin, nur, weil ich nicht weiter im Ausland studiere. Erstens besitze ich eine Zweitwohnung in Südfrankreich, habe also durchaus die Erfahrung eines Einwohners eines anderen Landes aufzuweisen und zweitens kenne ich auch sehr viele, die zwar in teilweise weitentfernten Städten studiert haben und dennoch erschreckenswert wenig Interesse für andere Kulturen aufbringen.

Ich glaube deshalb nicht, dass man nur im Ausland verantwortungsbewusst und „erwachsen” werden kann. Ich bin einer der Kandidaten meiner Partei für die Kommunalwahlen im Oktober, engagiere mich in Kulturvereinen und schreibe Bücher. Ich übernehme Verantwortung, hier und jetzt, in und für die Stadt in der ich aufgewachsen bin. Gleichzeitig reise ich, wann immer es geht und freue mich auch immer den Sommer in meiner Zweitwohnung in Frankreich verbringen zu können. Unsere Schöffin hier in Grevenmacher hat es einmal wunderbar auf den Punkt gebracht: „Ich könnte nirgendwo sonst als hier funktionieren”.

Als mein Blick heute Nachmittag über die Weinberge am sonnenbeschienenen Moseltal gestreift ist, kam ich zur gleichen Schlussfolgerung.

 
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Verfasst von - 26. März 2017 in Gemischtes

 

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Macchera lirica

Einer meiner liebsten Beiträge auf just thoughts in diesem Jahr ist bis jetzt definitiv „venezia lirica” und auch bei vielen von euch ist dieses Projekt, in welchem ich schwarzweiß Photos meiner Klassenkameradin mit lyrischen Versen von mir kombiniert habe, sehr gut angekommen.  Heute möchte ich deshalb ein ganz ähnliches Projekt mit euch teilen: „Macchera lirica”! 

Alle Photos habe ich in meiner Heimatstadt Grevenmacher und Umgebung aufgenommen.

 

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My 2014: A personal look back

My 2014: A personal look back

2014 comes slowly but surely to an end and this will be my last post for this year. During the past weeks and still at the moment you get a lot of „the year in review“ shows and articles and so for my last article I won’t give you the things that happened in the world in 2014, since you already probably saw this on television, but instead some events which happened to me personally during this year.

I traveled for the first time on a plane

In May 2014 I traveled for the first time in my life in a plane. It was during a school excursion to Ireland which was by the way also the first time I went there. I actually enjoyed it a lot and have already planned some more flights for 2015.

I took my writing hobby to a new level

Obviously when you’re reading this you know that. During the past school year I participated in a project which got 2 articles I wrote published in a Luxembourgish book. I also ended up among the first in a contest for young poets in Luxembourg. This really increased my desire to write more frequently and also publish some of the things I write. In July 2014 I published my first book „Dichterische Freiheit“ (which was up to the moment I am writing this post downloaded 165 times) and started this blog you’re reading right now „just thoughts“. In December I published my second book „5 neue Weihnachtssagen und Erzählungen“ (downloaded 116 times until now) and got informed that my poem „Freuden des Lenz“ will be a part of this year’s edition of the „Frankfurter Bibliothek“. All in all I am quite proud of myself for the small things I was able to accomplish this year and I am really looking forward to what might come next. At the moment I am working on some more poems which I want to submit to two more national contests.

I first failed than finally succeeded in getting my driving licence

Even though I failed my first exam in October I passed my second exam in December and am now officially allowed to drive a car. After my 18th birthday in September I have to admit that it feels pretty good to drive my own car and I’m feeling like I am slowly but surely becoming a true adult. At least I believe I am which is already something, no?

I started to get more involved with my hometown and the people living there

Partly due to myself entering the conservative party of Luxembourg the CSV a little more than a year ago but also because I became part of some local groups I got more involved with my hometown Grevenmacher and its people. I really love my town and really enjoy everything that has to do with it. Joining these groups gave me an amazing feeling of being a part of the town which I love so much.

So there you have it: Some of the moments I will remember from this year! Overall 2014 was a pretty amazing year for me and I’m looking eagerly forward to 2015 and the following years. To all of you I wish a happy new year and again thank you so much for reading my posts and even my poems and stories! I always believed that the best author is nothing without his readers, in fact an author mostly doesn’t write for himself but for them. So have a nice New Year’s Eve and if you want I’ll see you with a new post in 2015!

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Thanks a lot for reading this week’s post! I really appreciate every single reader and if you’re interested you can read some of my other articles as well. If you want you can share my posts with others I’d really appreciate it. You can also find me on Facebook as well as Twitter (@VitoVolpe9). I hope you have a great week and I see you next Sunday for an all new post in German or in two weeks for a new post in English!

 
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Verfasst von - 30. Dezember 2014 in Gemischtes

 

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65. Grevenmacher Trauben- und Weinfest: Das Fazit

So schnell wie es kam ist es nun auch wieder vorbei: Das 65. Grevenmacher Trauben- und Weinfest hat am späten Sonntagabend sein Ende gefunden. Wieder einmal war es für mich der bisherige Höhepunkt dieses Jahres und dies aus unterschiedlichen Gründen. In diesem Sonderartikel will ich ein kurzes Fazit ziehen über die drei Tage indem ich auf ein paar Punkte eingehen die, wie ich finde, dieses Jahr hervorstachen. Am Sonntag gibt es dann meinen regulären wöchentlichen Artikel rund um die neuen iPhones und die Apple Watch.

Der Krönungsabend

Am Anfang war ich skeptisch ob der Krönungsabend an die fantastische Show von letztem Jahr heranreichen würde (2013 lieferte eine Queen Coverband eine unglaubliche Performance, die jeden im Saal mitriss) doch ich sollte eines Besseren belehrt werden. Der Hauptact dieses Jahr hieß Van Baker& Band, eine deutsche Gruppe aus Hessen die deutsche Partyhits spielt. Das Publikum im Saal war vom ersten Moment an dabei und es wurde wortwörtlich auf den Stühlen getanzt. Es war unmöglich sich nicht mitreißen zu lassen und so konnte man binnen weniger Minuten das erleben, was das Weinfest für mich so besonders macht: Richtig gute Stimmung. Nach mehr als nur einer Zugabe musste die Band dann schließlich weichen um dem offiziellen Teil Platz zu machen. Dies ist dann auch der einzige Kritikpunkt den ich habe, denn die Reden waren viel zu lang und man merkte dass niemand im Saal wirklich interessiert daran war. Ich glaube man sollte diesen Teil erheblich kürzen und stattdessen den Musik Teil weiter ausbauen, da es eindeutig dieser war, der den Abend prägte und den man im Gedächtnis behalten wird. Mein persönliches Highlight an diesem Abend waren allerdings die beiden Auftritte des luxemburgischen Saxophon Trios Böf’s. Ihr Sound ist einmalig und schaffte es ebenfalls den ganzen Saal mitzureißen, so sehr sogar dass sich 2 Zuschauer spontan zu den Musikern auf die Bühne gesellten und das restliche Publikum zum Klatschen animierten, eine Aufforderung der jeder im Publikum nachkam. Leider war ihr Auftritt nur von kurzer Dauer, da sie dem Hauptevent, der Krönung der neuen Weinkönigin, weichen mussten, ein Umstand der sie leider auch von Zugaben abhielt. Den Abend ließ man dann gemütlich bei Tanzmusik ausklingen und so legte das 65. Trauben- und Weinfest einen starken Start hin und ließ die Vorfreude auf die nächsten beiden Tage wachsen.

Samstag

Samstags war für mich allein deswegen schon einer der Höhepunkte des Festes, weil die Böf’s ein mehrstündiges Konzert auf dem Marktplatz gaben. Ich kann nicht genug betonen wie talentiert diese junge Gruppe ist und es war mehr als nur eine Freude endlich ein ganzes Konzert von ihnen zu hören. Die traditionelle Showband Parade war ebenfalls wieder ein unterhaltsames Ereignis unter anderem auch durch den lustigen Auftritt der Roepoepers, die eigentlich keine Showband sind, doch seit inzwischen mehr als 20 Jahren auf dem Weinfest vertreten sind und jedes mal aufs neue die manchmal etwas trockene Showband Parade mit einem erfrischend anderen Auftritt auflockern. Dieses Mal durften wir unter anderem etwas brasilianische Karnevalsstimmung und einen spontanen Limbo-tanz-Auftritt, sowohl von den Roepoepers als auch von unserer neuen Weinkönigin genießen. Das Feuerwerk war wie jedes Jahr optisch äußerst ansprechend und gab den Startschuss für einen langen Abend auf den zahlreichen Ständen in Grevenmacher. Gefeiert wurde eigentlich überall und die Stimmung war einfach unglaublich. Nicht wenige gaben bis in die frühen Morgenstunden Vollgas und schlichtweg weigerten sich schlafen zu gehen.

Festzug am Sonntag

Am Sonntag dann gipfelte das Weinfest in dem traditionellen Festzug, der dieses Jahr unter dem Namen D’ Kondschafter um Tour“ aufgeführt wurde. Wie ich bereits erwähnte war es für mich dieses Mal das erste Mal dass ich an diesem Festzug teilnahm und zwar genau als einer der namensgebenden „Kondschafter“. Es war ein ganz besonderes Erlebnis und wird mir als mein persönlicher Höhepunkt des 65. Trauben- und Weinfestes in Erinnerung bleiben. Danach ließ man das Fest dann erneut bei einigen „Pättchen“ in Grevenmacher ausklingen, während man sich bereits auf das 66. Grevenmacher Trauben- und Weinfest nächstes Jahr freute.

Getränk des Festes

Was für eine Frage, Wein natürlich! Ich kann mit ziemlicher Sicherheit behaupten dass ich während dieser 3 Tage mehr Wein konsumiert habe als ich sonst in einem Monat trinke.

Verlierer des Festes

Der Schlaf. Ich glaube die meisten Menschen haben aufgrund der tollen Stimmung schlichtweg vergessen zu schlafen.

Höhepunkt des Festes

Der Festzug am Sonntag, da ich dieses Mal zum ersten Mal selbst dabei war und die allgemeine Stimmung während der drei Tage, der man sich einfach nicht entziehen kann.

Entdeckung des Festes

Die Böf’s. Wer nicht dabei war sollte sie sich wirklich mal ansehen (hier zum Beispiel ist eines ihrer Videos auf ihrem YouTube Kanal).

Dies ist es also, mein Fazit zum 65. Grevenmacher Trauben- und Weinfest. Ich hatte unglaublich viel Spaß während dieser 3 Tage und habe mir in meinem Kalender bereits das Datum für nächstes Jahr markiert. Es ist einfach unglaublich zu beobachten wie sich das ansonsten eher wie ausgestorben wirkende Dorf Grevenmacher jedes Jahr für 3 Tage in diesen fantastischen Ort der Freude, Musik und der guten Laune verwandelt. Wer nächstes Jahr in der Gegend ist, dem kann ich nur wärmstens ans Herz legen mal vorbeizuschauen, man wird es definitiv nicht bereuen!

*ANMERKUNG*

Ich bezeichne meine Heimat Grevenmacher hier in diesem und in dem vorherigen Artikel als Dorf. Um Konfusionen vorzubeugen möchte ich klarstellen dass Grevenmacher offiziell als Stadt gilt, doch ich glaube im internationalen Vergleich stehen wir wohl eher als Dorf da und weil ich diesen Blog international halten will, habe ich mich entschieden diesen Begriff zu verwenden. Dies ist auch keinesfalls negativ gemeint, im Gegenteil, ich bin stolz darauf in Grevenmacher zu leben und es würde mir auch niemals in den Sinn kommen diesen charmanten Ort zu verlassen. Nichts für ungut also meine luxemburgischen Freunde! Wir mögen zwar klein sein, aber man sollte ein Buch ja bekanntlich niemals nach seinem Umschlag beurteilen…

 
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Verfasst von - 16. September 2014 in Gemischtes

 

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Das Grevenmacher Trauben und Weinfest kurz erklärt

Es war nicht gerade leicht für mich zu entscheiden, über was ich diese Woche sprechen möchte. Ich schwankte lange zwischen den neuen iPhones und der Apple Watch die angekündigt wurden und dem 65. Grevenmacher Trauben und Weinfest welches dieses Wochenende hier in Grevenmacher stattfindet. Schlussendlich habe ich mich nun entschieden die neuen Apple Geräte nächste Woche zu behandeln und euch heute, für diejenigen von euch die es noch nicht kennen, das größte Fest meines Heimatdorfes vorzustellen. Ich veröffentliche den Artikel übrigens bereits am Freitag, weil das Weinfest heute Abend beginnen wird, daher würde es nicht mehr viel Sinn ergeben ihn am Sonntag zu veröffentlichen. Ich will mich hier an dieser Stelle übrigens auch noch einmal für inzwischen über 160 Besucher hier auf meinem Blog und 10 follower bedanken, das sind für mich wirklich fantastische Zahlen!

Doch zum Weinfest, was ist das nun eigentlich? Nun als erstes wäre es vielleicht nicht schlecht zu wissen, dass Grevenmacher an der Mosel liegt und daher, wie die ganze Moselregion, für den Weinbau bekannt ist. Weinbau ist eine Tradition die an der Mosel und besonders hier in Grevenmacher weit zurückreicht und vor 65 Jahren beschloss man sich diese Tradition jedes Jahr mit dem Grevenmacher Trauben und Weinfest zu feiern. Zum Weinfest gehört auch die Krönung einer Weinkönigin die ab dann für ein Jahr die luxemburgischen Weine im Ausland auf allerhand Messen und Veranstaltungen vertritt. Die menschliche Verkörperung des luxemburgischen Weines also. Diese wird traditionell am Freitag während des Krönungsabend gekrönt und leitet dadurch auch das eigentliche Fest ein. Nach diesem Ereignis ist nämlich in dem ansonsten eher ausgestorbenem Grevenmacher für 2 Tage so einiges los. Wenn die Moselaner nämlich eines können, ist es guten Wein herzustellen und genau so gut zu feiern.

Das Weinfest ist eine Tradition die weit zurückreicht und die man als Bürger von Grevenmacher im Herzen trägt. Es ist nicht nur ein Fest des Weines und der Trauben sondern auch ein Fest der Traditionen und Sitten, über die wir besonders hier in Grevenmacher im Überfluss verfügen. Ein Fest für jung und alt, ist das Weinfest jedes Jahr ein ganz besonderes Ereignis, das inzwischen sogar über die Grenzen Luxemburgs hinaus bekannt ist. Luxemburg ist mit seinem hohen Ausländeranteil ohnehin schon ein multikulturelles Land und deshalb konnte ich immer mal wieder Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt antreffen und mit ihnen ein gemütliches „Pättchen“ (luxemburgisches Wort, das man wohl grob mit Gläschen übersetzen kann) an einem der vielen Stände in Grevenmacher genießen. Von Außen mag es wohl nur ein schlichtes Dorffest sein, doch wer es einmal richtig erlebt hat und die drei Tage voll dabei war, kann bezeugen dass es weit mehr ist.

Nach all dem Feiern leben wir unsere Kultur und Traditionen dann aber erst richtig am Sonntag während des Umzugs aus. Hier erst erkennt man die unglaubliche Vielfalt die in diesem kleinen Dorf an der Mosel wirklich steckt. Ich bin immer wieder aufs Neue beeindruckt was so alles in meinem geliebten Heimatdorf steckt und habe jeden Umzug seit meinen Kindheitsjahren jedes Jahr aufs Neue mit größter Aufmerksamkeit und Freude verfolgt. Dieses Jahr habe ich nun die Ehre selbst ein Teil dieses Umzugs zu sein und auch noch eine DER Symbolfiguren des Weinfestes (neben der Weinkönigin natürlich) zu verkörpern und zwar einen „Kondschafter“, eine Figur die auf ein Gemälde des Malers Jean-Pierre Beckius zurückgeht. Das Weinfest ist weit mehr als nur ein Fest und besonders als Sohn oder Tochter der Stadt Grevenmacher kann man wahrlich sagen dass man dieses Fest „lebt“.

Ich freue mich sehr auf dieses 65. Grevenmacher Trauben und Weinfest, welches heute Abend mit der Krönung unserer neuen Weinkönigin Muriel beginnt. Ich liebe meine Heimat und ich liebe meine Heimatstadt. Ich liebe die Sagen und Legenden, die historischen Figuren, die Geschichte und einfach alles was diese Stadt ausmacht. Wenn jemand von euch mal zur Zeit des Weinfestes in der Gegend ist kann ich ihm nur wärmstens ans Herz legen, uns einen Besuch abzustatten. Ich gebe dann auch gerne ein „Pättchen“ aus!

Interessiert? Mehr Informationen hier

 
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Verfasst von - 12. September 2014 in Gemischtes

 

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Kunst trifft Poesie

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