RSS

„Der Farxit” oder „Wenn ein Populist Verantwortung übernehmen soll”

10 Jul
„Der Farxit” oder „Wenn ein Populist Verantwortung übernehmen soll”

Nigel Farage ist als Chef der UKIP zurückgetreten. Normalerweise hätte ich mich über eine solche Nachricht gefreut. Aber nach der mehr als geschmacklosen Kampagne, dem hauchdünnen Sieg der Befürworter eines Brexit im Referendum und dem feigen Rückzug des versnobten Orang Utans der sich Boris Johnson nennt, ist dies nur ein weiterer Schlag ins Gesicht. Farage hat sein „politisches Ziel erreicht” wie er selbst seinen Rücktritt erklärte. Das scheint auch wirklich das einzige zu sein, was diesen verschmierten Wortverdreher je interessiert hat. Weder ihm, noch Boris Johnson ist es je um eine bessere politische und wirtschaftliche Zukunft für Großbritannien gegangen. Es war alles ein großes Spiel für sie, bei dem es nur darum ging zu beweisen, dass man Recht hat. Leider sind tatsächlich genug Leichtgläubige auf den halbgaren Unsinn dieser Blender hereingefallen. Doch für diese Leichtgläubigen war es kein Spiel. Für sie ging es wirklich um die Zukunft ihres Landes. Sie glaubten an die 350 Millionen Pfund, die Farage wie selbstverständlich am Morgen nach dem Referendum in den Wind schoss. Johnson und Farage haben das Schiff an den Rand eines gewaltigen Wasserfalls dirigiert und lassen sich jetzt gemütlich in gepolsterten Hubschraubern aus der Gefahrenzone entfernen. Sie haben ja ihr Ziel erreicht, die Briten können jetzt sehen wo sie bleiben. Man kann von den sogenannten „etablierten” Politikern halten was man will, man kann so enttäuscht von ihrer Politik der vergangen Jahre sein wie man will, Populisten wie Farage sind auf keinen Fall eine wählbare Alternative! Ihre Versprechen sind leer, von plumpen Vorurteilen und Rassismus durchzogen und wenn sie einmal Verantwortung übernehmen sollen, kneifen sie auch noch und überlassen die Bevölkerung sich selbst. Diese Menschen machen, im Gegensatz zu dem was sie behaupten, keine Politik für das Volk, sondern ziehen lediglich eine Show für sich selbst auf. 
Nigel Farage erklärte bei seinem Rücktritt er wolle „[s]ein Leben wieder haben”. Schön und gut Mr. Farage, aber die Briten würden dann auch gerne ihre Zukunft wieder haben.

Advertisements
 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 10. Juli 2016 in Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
Kunst trifft Poesie

Malerei ist Sprache für die Augen, Sprache ist Malerei für das Ohr.

the chronicles of An Overthinker

.thinking.reading.writing.

saminana

Human Rights, Literature and much more

Lyrifant

Wortgeweb & Sinngespinn

Stadtbibliothek Wolfsburg

BiblioBlog - Das Weblog der Stadtbibliothek Wolfsburg

Knight Owl

I'd risk the fall, just to know how it feels to fly.

%d Bloggern gefällt das: