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Schlagwort-Archive: Lyrik

Sonntagslyrik #21

Sonntagslyrik #21

manchen themen hält die sprache nicht stand

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Verfasst von - 3. Dezember 2017 in Deutschsprachige Lyrik

 

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Sonntagslyrik #20

Dieses Gedicht habe ich als Auftrag für die Association des victimes de la route geschrieben. Es wurde gestern in Junglinster vom luxemburger Literaturkritiker Jérôme Jaminet vorgetragen.

 
 

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E Gedicht fir den LCE

E Gedicht fir den LCE

Hei nach, als kleene Bonus fir dës Woch, ee Gedicht, dat ech gëschter op meinem private Facebook Profil verëffentlecht hunn. Et ass entstanen am Kader vun der éischter Journée de l’Amicale e Samschden de Moien am Iechternacher Lycée.

 
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Verfasst von - 3. Juli 2017 in Literatur

 

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Lust auf ein Glas Lyrik?

Lust auf ein Glas Lyrik?

Man hat es definitiv nicht immer einfach als Lyriker. Oft wird man belächelt und selbst von Schriftstellerkollegen, zumeist Romanautoren, nicht ganz ernst genommen. Zu wenig Arbeit stecke dahinter, zu konfus und verschlossen sei das Resultat. Wir sind es gewohnt und spätestens seit Paul Verlaine den Begriff des poète maudit (verfemter Dichter) geprägt hat, schreiben die Lyriker in aller Stille ihre Verse am Rande der literarischen Welt. Manchmal geschehen jedoch noch Wunder. Diese Woche wurde bekannt, dass der Hamburger Lyriker Jan Wagner den Georg-Büchner-Preis erhält, die höchste deutsche Literaturauszeichnung.

Artikel über Jan Wagner selbst und warum der Preis absolut gerechtfertigt ist, kann man überall finden (hier beispielsweise der sehr gelungene Artikel von Michael Braun in der ZEIT). Ich will mich deshalb in meinem Kommentar auf die Gattung konzentrieren, die dieser Schriftsteller vertritt.

Warum überhaupt Lyrik? Das ist definitiv eine Frage der letzten Jahrhunderte, weil vorher niemand auch nur auf die Idee gekommen wäre, sie infrage zu stellen. Die Lyrik war über Jahrhunderte hinweg stets die dominierende Gattung der Literatur, der Roman während seiner Entstehungszeit verpönt als „niedere Kunst“. Mit dem Durchbruch der Prosa im 19. Jahrhundert änderte sich dies allerdings. Der Roman etablierte sich als die neue „Königsgattung“ der Literatur und drängte die Lyrik immer mehr in die Rolle des Orchideenfachs welches wir heute kennen. Selbst das Theater rückte mit Brechts epischer Dramatik weitaus deutlicher in Richtung prosaischer Inszenierung. Die reinen Lyriker sahen sich immer mehr einer unkontrollierbaren Mutation vom einst verehrten Dichterfürsten zum schrulligen Poeten ausgesetzt. Bei den großen Literaturpreisen rückten sie immer deutlicher in den Schatten der Romanautoren, die mit ihren großen Prosawerken alles zu überstrahlen schienen. Doch ganz verdängen ließ sie sich nie, die Lyrik, wenn es auch vielleicht die kleine Gruppe von Liebhabern ist, die sie noch am Leben hält. Denn die Lyrik hat außer ihrem Platz im Rampenlicht, nichts von ihrem großen Wert für die Literatur und die Kunst ganz allgemein, eingebüßt.

Innerhalb der Literatur ist die Lyrik sicherlich die künstlerischste der drei großen Gattungen. Nicht umsonst liegt im Wort Dichter das Verb dichten, der Lyriker als eine Person, die hochkomplexe Themen verdichtet. Ich persönlich vergleiche die Literatur im Allgemeinen und die Lyrik im Besonderen gerne mit dem Destillierverfahren während der Whiskyherstellung. Lyrik ist destillierte Realität, von Verunreinigungen befreit und auf ihren verletzlichen Kern zurückgeführt. Genau wie Whisky lässt sich zwar für jeden Text einen allgemeinen Charakter des Destillats festlegen, dennoch erlebt jeder eine eigene Erfahrung, beeinflusst durch die subjektiven Erfahrungen und Erinnerungen mit denen wir uns auf diese hochkonzentrierte Essenz einlassen. Bei richtigem, überlegtem Genießen kann sie bewusstseinserweiternd wirken, liebloser Konsum kann jedoch Kopfschmerzen und Unwohlsein auslösen. Der französische Dichter Yves Bonnefoy sprach von der Poesie als fondatrice d’être (zu dt. Schöpferin des Seins), sie macht aus den irrealen Zeichen und Formen die uns umgeben und die wir als Realität bezeichnen, erst Sinn und führt zu dem, nach Marcel Proust, einzig wahren Leben, wenn man natürlich gerade als Lyriker stets sehr vorsichtig mit dem Begriff der Wahrheit umgeht.

Die Lyrik ist nicht der kleine Bruder der Prosa, sie ist auch keineswegs der Außenseiter in der literarischen Welt. Wer so denkt, hat sich noch nicht wirklich mit ihr beschäftigt und sich ganz auf sie eingelassen. Die Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Jan Wagner bietet meiner Meinung nach eine gute Gelegenheit, sich durch das Werk dieses äußerst talentierten Lyrikers einer Gattung anzunähern, die unsere Aufmerksamkeit verdient.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 25. Juni 2017 in Literatur

 

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Sonntagslyrik #18

Fast schon expressionistische Motive in der heutigen Sonntagslyrik… Einen schönen Sonntag wünsche ich euch allen !

 

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Kurzmitteilung

Meinen neuesten Lyrikband glaswand erhaltet ihr ab heute im Buchhandel !

ISBN: 978-3-7431-9474-8

Mehr Informationen findet ihr unter der Kategorie Bücher von Tom Weber, alternativ könnt ihr auch einfach hier klicken um gleich zu der Seite zu gelangen.

Veröffentlichung von „glaswand”

 

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Mondscheinsonette – Ein Eigenkommentar (Teil 4)

Dies ist der vierte und letzte Teil meines Eigenkommentars. Falls ihr den letzten verpasst habt, könnt ihr ihn hier nachlesen.

Dieser letzte Abschnitt beginnt mit dem Sonett „erwachen”. Zurück in der sogenannten Realität, scheint sich erst einmal nicht viel verändert zu haben: das lyrische Er irrt ziellos durch eine „erwachte gläserne stadt”, voll von Menschenmassen („die herde trabt”) die sich nun wieder dem grotesken Spiel des Alltags widmen. Das lyrische Er ist noch immer allein, eine andere Konsequenz war nach dem letzten Abschnitt auch nicht zu erwarten, allerdings bannt sich mit den nun folgenden Gedichten eine radikale Änderung in diesem ganzen Zyklus an. „festung westen”, „homo stultus” und „puppenspiel” fokussieren sich nämlich nicht mehr auf das lyrische Er, das bis jetzt im Zentrum des Gedichtbandes stand. Diese Sonette sind äußerst sozialkritisch und genau in dieser Natur liegt ihre Bedeutung für das Ende dieses Sonettzyklus: der Eskapismus des ersten Abschnitts hat sich für das lyrische Er als Sackgasse herausgestellt, dieser Welt die er so verachtet und die ihn isoliert, kann er nicht entfliehen. Akzeptieren muss er sie aber auch nicht. Diese letzten Sonette sind Demontagen einer scheinheiligen Welt, sie sind Angriffe mit den Mitteln der Sprache auf Arroganz, Selbstverliebtheit und Oberflächlichkeit einer Gesellschaft die dem „glänzenden götzen geld” vollends angehört. Indem er diese Welt um ihn herum entlarvt, nimmt er ihr ihre Bedrohlichkeit und findet auch gleichzeitig seinen Platz in dieser Gesellschaft. Zu dieser sozialen Einsicht kommt aber auch noch eine persönliche hinzu. Im Sonett „der beobachter” wird das Motiv der gläsernen Wand, welches zum ersten Mal im Sonett „die schwarze perle” benutzt wurde, erneut aufgegriffen, dieses Mal aber konkretisiert. Wieder ist die Rede von einer nicht näher definierten „sie”, eventuell handelt es sich um die gleiche Person die bereits mehrmals in den vorherigen Sonetten erwähnt wurde (insbesondere in „zwei eins”), dies bleibt aber unbeantwortet. Wichtig ist, dass das lyrische Er sich hier erstmals seiner Situation in dieser schattenhaften „Beziehung” bewusst wird: hinter einer Glaswand, die eine scheinbare Realität greifbar erscheinen lässt, sie aber in Wahrheit unerreichbar für ihn macht. Offen bleibt in diesem Gedicht, welche Entscheidung das lyrische Er nach diesem Erkenntnisgewinn trifft: verlässt er seinen Platz hinter der Glaswand, oder bleibt er sitzen ?

Mondscheinsonette schließt mit einem sehr speziellen Sonett: „tod eines ich”. Zum ersten Mal im ganz Buch kommt hier die erste Person Singular vor, das „Ich” was im ganzen Zyklus bisher abwesend war. Vergleicht man dieses Sonett mit dem Anfangsgedicht „musengesang”, wird die Entwicklung die das Buch beschreibt äußerst deutlich. Kurze Verse, viele Fragen und Aufforderungen, sowie eine Stimme die offensichtlich mit jemandem spricht. Ich möchte dieses Sonett eigentlich auch an dieser Stelle nicht weiter kommentieren, weil es eigentlich auch das Bindeglied zwischen diesem Buch und meinem nächsten Gedichtband glaswand ist, der demnächst erscheinen wird. Für diejenigen von euch die es interessiert, lest euch diesen neuen Lyrikband durch und denkt dann noch einmal über dieses Abschlusssonett nach. Die Antwort müsste sich euch dann eigentlich recht schnell erschließen.

Hiermit endet mein Eigenkommentar zu Mondscheinsonette. Das Buch ist inzwischen leider nicht mehr im Handel erhältlich, ich persönlich bin aber noch im Besitz einiger Exemplare. Falls ihr noch kein Exemplar besitzt, könnt ihr es euch gerne über meine Website (https://webertom.com/mondscheinsonette) direkt bei mir bestellen. Für alle anderen, die ihn bereits gelesen haben, hoffe ich, dass euch dieser Sonettzyklus gefallen hat. Bevor mein nächster Lyrikband erscheint, würde es mich natürlich auch interessieren, was eure Gedanken zum Buch sind. Schreibt sie mir in die Kommentare, hier oder gerne auch auf meiner Facebook Seite, auch Fragen zum Buch beantworte ich mit Freuden. Seit dieser Woche bin ich auch offiziell auf goodreads mit einer Autorenseite vertreten, dem Link findet ihr unter diesem Beitrag. Dort könnt ihr mir ebenfalls eure Fragen stellen, meine Bücher bewerten und vieles mehr. Ich danke jedenfalls all meinen Lesern und hoffe euch auch in Zukunft interessante Literatur liefern zu können.

goodreads Autorenprofil:

https://www.goodreads.com/author/show/99151.Tom_Weber

 
 

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