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Archiv für den Monat September 2014

Die Literatur: Ein Relikt der Vergangenheit?

Ich habe in letzter Zeit viel über Literatur nachgedacht. Im 21. Jahrhundert scheint ihre Rolle immer mehr zu schwinden, beiseite gedrängt von Film, Fernsehen und Internet. Der moderne Mensch liest nicht mehr, er sieht, hört oder, dank neuester Technik, erlebt Fiktion gleich einfach selbst, mit Geräten wie dem Oculus Rift. Gehört das Lesen endgültig der Vergangenheit an? Wird das prall gefüllte Bücherregal nach und nach durch eine hauseigene Mediathek ersetzt? Schauen wir uns Bücher bald nur noch hinter einer Glasvitrine in einem Museum an, als Repräsentanten einer längst vergangenen Zeit, so wie es Marie-Luise Kaschnitz einst prophezeite? Als angehender Schriftsteller und Student der Literatur müsste meine Antwort eigentlich eindeutig sein. Doch ich muss zugeben dass ich, während ich über dieses Thema nachdachte, meine Zweifel hatte, ob ich die Ehre des Buches wirklich verteidigen kann.

Der Film als neue Quelle von Epen und Fiktion

Der Film ist ein mächtiges Medium. Ob explosive Blockbuster oder kreative Art House Filme, wofür man früher einst noch die lokale Bibliothek oder den Buchhandel um die Ecke aufsuchte, fährt man heute in das High-End Kino der Großstadt. Tatsächlich ist es wahr, dass das Kino längst nicht mehr nur der hirnlosen Unterhaltung dient. Es gibt wahrlich einige Meisterwerke die einen mindestens genauso in die Geschichte hineinziehen wie es die großen literarischen Epen einst taten. Natürlich sind viele davon „lediglich“ Verfilmungen von Büchern, doch warum ziehen es so viele vor, den Film zu sehen anstatt das Buch zu lesen? Ein aktuelles Beispiel wäre die Verfilmung von John Greens neuem Bestseller „The fault in our stars“. Ein Großteil der Leute die sich den Film ansahen, haben das Buch nie gelesen. Nun die bewegten Bilder haben dem geschriebenen Wort eines voraus: Sie übernehmen den Visualisierungsprozess für uns. Bevor der Film so groß wurde wie er es heute ist, war das Tolle an einem Buch dass man in eine andere Welt hineingezogen wurde. Während des Lesens verwandelten sich die Buchstaben in Szenarien in unserem Kopf und gaben uns oftmals das Gefühl die Geschichte selbst mitzuerleben. Doch heute übernimmt diese Aufgabe nicht mehr unser Gehirn, sondern riesige Leinwände und Soundsysteme die einen die Realität vergessen lassen. Man braucht sich nur noch zurückzulehnen und den Film auf sich wirken lassen. Ein Buch zu lesen, ist für viele nur noch ein unnötiger Aufwand, ein Verschleiß an Energie den man sich nicht mehr antun muss. Lesen, so scheint es, ist einfach zu anstrengend für den „modernen“ Menschen.

Das Problem mit dem Niveau

Apropos anstrengend: Nicht nur scheint es dass der Prozess des Lesens vielen Menschen zu anstrengend geworden ist, viele scheinen sich auch einfach nicht mehr für die Themen welche die Literatur behandelt zu interessieren. An dieser Stelle ist es wichtig klarzustellen, dass mit Literatur die wahre Belletristik gemeint ist, also nicht die Bücher der Marke „Volksverblödung“ à la „Fifty Shades of Grey“. Wir können hierfür wieder auf ein aktuelles Beispiel zurückgreifen und zwar auf den Roman „Kruso“ von Lutz Seiler. Vor wenigen Wochen erschienen, begeistert dieser im Jahr 1989 spielende Roman die Kritiker. „Kruso“ behandelt die Geschichte von Edgar Bendler, der auf seiner Flucht aus der DDR Unterschlupf auf der Insel Hiddensee findet, wo er einen gewissen Alexander Krusowitsch kennenlernt. Das Buch erntet im Moment viel Anerkennung, der Spiegel schrieb sogar dass „Kruso das erste würdige Gegenstück der deutschen Literatur zu Thomas Manns Zauberberg“ sei. Sicherlich wird das Buch sich auch gut verkaufen doch kann ich glaube ich mit ziemlicher Sicherheit voraussagen, dass wenn man eine Umfrage in einer beliebigen deutschen Stadt machen würde, ein Großteil der Bevölkerung nie etwas davon gehört haben wird. Die Themen welche Lutz Seiler in „Kruso“ behandelt sind politisch und zum Teil auch philosophisch, sie regen an und man kann diesen Roman nicht lesen ohne über ihn nachzudenken. Dies sind alles Eigenschaften die einen guten Roman auszeichnen, doch sind es auch Eigenschaften die den Durchschnittsbürger unseres Zeitalters nicht mehr ansprechen. Es ist eine Entwicklung die ich selbst auch deutlich im Schulalltag bemerke. In Luxemburg ist es so, dass man im Gymnasium vor den 3 finalen Jahren eine „Sektion“ wählt. Momentan gibt es die Sektionen A (moderne Sprachen und Literatur), B (Mathematik), C (Naturwissenschaften), D (Wirtschaft), E (Kunst), F (Musik) und G (Allgemein, keine Spezialisierung). Ich selbst bin nun im zweiten Jahr auf der A Sektion zusammen mit 6 anderen Schülern, wir sind also insgesamt zu 7. Im Vergleich dazu kann man die C Sektion nehmen die im vorherigen Jahr so zahlreich besetzt war, dass man sie in 2 Klassen aufteilen musste. Ob man es nun einsehen will oder nicht, das Interesse an Literatur und damit auch an den von der Literatur behandelten Themen schwindet immer mehr. Literaten sind inzwischen eine aussterbende Art, die zum Großteil belächelt wird und als „Träumer“ abgetan werden. Die Literatur steht für die Meisten nur noch für „nutzlose Philosophie“, eine brotlose Kunst an denen ein paar sentimentale Verrückte, die in der Figur des Werther mehr als nur einen wirren Spinner sehen, festhalten.

Ist es also das was wir sind? Sentimentale Verrückte, nutzlose Philosophen die es verpasst haben mit der Zeit zu gehen? Sind wir die Sturköpfe die an Bord eines sinkenden Schiffes bleiben? Trotz all den vermeintlichen „Beweisen“ für diese Theorie, will ich dies nicht glauben. Nicht, weil ich stur bin. Nicht aus sentimentalem Trotz. Sondern wegen all dem Wissen das ich bisher aus der Literatur ziehen konnte. Wissen, das so viel anders ist als das logische Wissen, das einem die Wissenschaft vermittelt. Ein Wissen, das nicht auf Gleichungen und nicht unbedingt auf Fakten beruht. Die Literatur bietet uns ein viel simpleres und doch gleichzeitig komplexes Wissen: Das Wissen über das Leben und die Menschheit. Die Literatur, wenn richtig gelesen, gewährt uns einen tieferen Einblick in uns selbst. Sie gibt uns eine Erfahrung die nicht einmal das modernste Kino uns geben könnte. Sie vereint das Rationale mit dem Irrationalen und wird dadurch zu mehr als nur geschriebenen Wörtern. Mein Englischlehrer von letztem Jahr bezeichnete uns Literaturstudenten als „Auserwählte“. Obwohl ich damals von dem Begriff äußerst geschmeichelt war, glaube ich heute nicht dass wir „anders“ sind. Die Literatur ist nicht bloß für eine handvoll Menschen zu verstehen. Sie ist das wunderbare Werk der gesamten Menschheit und bietet jedem, sofern er nicht Analphabet ist, Zugang auf ein Wissen das, obwohl nicht immer eindeutig, einem es erlaubt diese vielfältige Welt in der wir leben in den unterschiedlichsten Perspektiven zu beobachten.

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Danke für das Lesen dieses Artikels! Ich bin dankbar für jeden einzelnen Leser und falls es dich interessiert kannst du einige meiner anderen Artikel lesen. Wenn dir der Artikel gefallen hat, kannst du ihn teilen, ich wäre sehr dankbar dafür. Ich bin auch auf Facebook sowie auf Twitter (@VitoVolpe9) vertreten. Ich wünsche eine angenehme Woche und vielleicht bis nächsten Sonntag für einen neuen Artikel auf Englisch oder Sonntag in 2 Wochen für einen neuen Artikel auf Deutsch!

 
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Verfasst von - 28. September 2014 in Literatur

 

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Bigger phones and smarter watches: The new Apple products

As most of you may have noticed Apple presented its newest creations the iPhone 6 and 6 Plus as well as the Apple Watch more than two weeks ago. Currently the iPhones are being launched around the world while the Apple Watch still has to wait until next year. Like every year there is a lot of discussion around these new products and with this post I want to give you my personal opinion on the subject. Before we start it is important to note that I myself use an iPhone as well as a MacBook Pro and an iPod so yes I like Apple products but I will still try to be objective. Since there is a lot to discuss I’ll go through some of the more important points of the new products to simplify your reading experience.

The new iPhones are bigger

Obviously the biggest difference between the new iPhones and their predecessors is the bigger screen. The iPhone 6 (4,7″) and the iPhone 6 Plus (5,5″) are both significantly larger than the iPhone 5S (4″). This is praised by Apple as „the biggest advancement in the history of iPhone“ but I think it is a big let down. After all these years why did Apple now decide to give the iPhone a bigger screen? Because they had to. Every other Smartphone developer creates bigger and bigger screens for their phones every year and so Apple was forced to do the same. But I have to admit that I don’t really understand the wish for bigger and bigger phone screens. Didn’t we work all those past years to make our mobile phones smaller and therefore more mobile? When I look for a mobile phone I want to carry it in my pocket and not in my backpack. The reason why I stayed for so long with Apple is because I loved the 4″ screen. I think it was the perfect size for a Smartphone. It fitted without any problem in my pocket but was still not too small to read some newspaper articles or to check my mails or Facebook. Of course it is too small if you want to play games on it all the time or watch YouTube videos for hours but guess what for games I use my console at home or my 3DS system when I’m on the road and for YouTube videos I have a PC or an iPad. I want to carry a phone when I’m going out and not a brick. I understand why Apple did this step and I am grateful that they created 2 models so you’re at least not forced to buy the 5,5″ version if you want the new iPhone.

The camera was improved

Apple also improved their iSight camera with a new sensor which uses Focus Pixels and new video features like 1080p HD at 60 fps (frames per second) slo-mo at 240 fps as well as time lapse video mode. I personally like the improvements and I think it is very useful that instead of bringing a camera or a camcorder you can nowadays just use your phone to take great pictures and videos. With my iPhone 5 I had in the last few months the problem that I didn’t have enough storage capacity to take any more photos since I purchased the 16 GB (GigaByte) version but with the new iPhone I decided to buy the 64 GB version so I’m looking forward to taking more pictures than before. I’d further like to add that I think the Apple iSight camera satisfies my expectations I have for a camera more than enough since I often hear other Smartphone users brag with their additional mega pixels or other features. If you really need to see every dust particle on a photo than ok go buy the phone with the better camera but I’m doing more than fine with my iSight.

Your iPhone is now also your wallet

Oh Apple Pay. I have to talk about it don’t I? For those of you who don’t know Apple presented a service which allows you to pay your bills with a single touch on the screen of your iPhone. While this service is not new it seems like Apple Pay could become the first service to actually „work“ well enough to become a popular thing. But how does it work exactly? To add a new credit or debit card to Apple Pay you simply take a picture with the iSight camera to scan all the necessary information or you can type it in manually. The card information is then verified and a unique device account number is then assigned to the card which will then be encrypted and securely stored not on Apple servers but in the Secure Element a dedicated chip in your iPhone. So every time you use Apple Pay instead of sharing your card information with the merchant this number as well as  a transaction-specific dynamic security code (imagine it like a security code that changes with every payment) is used to make the purchase. Using Apple Pay allows you therefore to make purchases without sharing your card information or your name with the merchant. But what happens if you lose your iPhone or it gets stolen? Using the „Find my iPhone App“ on your PC or Mac you can simply disable Apple Pay on your iPhone so it becomes impossible to make purchases with it. And since your credit card information was never used you don’t even have to cancel your credit card. You can be as skeptical as you want and you can hate Apple as much as you want but to me it seems like a pretty solid service. Surely it still has to prove itself but for that reason it is first launched only in the US in October. I myself am excited for this service and I believe Apple did a good job creating it.

The Apple Watch

Everyone knew it was coming so no one was really surprised when Tim Cook announced the first Apple smart watch. While it looks pretty nice and has some cool features I have to admit at this place that I don’t really am a fan of smart watches. I just don’t see the purpose of buying a device which does exactly what my Smartphone already does just because I can strip it around my wrist. For this reason I’m not going into detail with this product but if you want to learn more about it just visit Apple’s homepage.

So here you have my opinions on the new Apple products. I like the new iPhone as a whole and I already preordered mine (iPhone 6 with 64 GB). While I don’t care about the Apple Watch I am looking forward to see Apple Pay in action. While I agree that Apple products are overpriced I think it is wrong to say that they are inferior to other Smartphones or smart watches. I like the way Apple products work and I can easily and comfortably work with them. I think iOS is a great system but if you do better with Android than good for you. I am not here to make advertising for Apple I only give you my opinion and view on the new products. I think instead of fighting each other over which is better we should see that there is not THE phone for everyone but that there are a lot of phones which are great in their particular ways and which appeal to different clusters of people. In the end it is important to acknowledge that they’re just phones and we have bigger problems right now than fighting over electronic devices.

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Thanks a lot for reading this week’s post! I really appreciate every single reader and if you’re interested you can read some of my other articles as well. If you want you can share my posts with others I’d really appreciate it. You can also find me on Facebook as well as twitter (@VitoVolpe9). I hope you have a great week and I see you next sunday for an all new post in German or in two weeks for a new post in English!

 
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Verfasst von - 21. September 2014 in Gemischtes

 

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65. Grevenmacher Trauben- und Weinfest: Das Fazit

So schnell wie es kam ist es nun auch wieder vorbei: Das 65. Grevenmacher Trauben- und Weinfest hat am späten Sonntagabend sein Ende gefunden. Wieder einmal war es für mich der bisherige Höhepunkt dieses Jahres und dies aus unterschiedlichen Gründen. In diesem Sonderartikel will ich ein kurzes Fazit ziehen über die drei Tage indem ich auf ein paar Punkte eingehen die, wie ich finde, dieses Jahr hervorstachen. Am Sonntag gibt es dann meinen regulären wöchentlichen Artikel rund um die neuen iPhones und die Apple Watch.

Der Krönungsabend

Am Anfang war ich skeptisch ob der Krönungsabend an die fantastische Show von letztem Jahr heranreichen würde (2013 lieferte eine Queen Coverband eine unglaubliche Performance, die jeden im Saal mitriss) doch ich sollte eines Besseren belehrt werden. Der Hauptact dieses Jahr hieß Van Baker& Band, eine deutsche Gruppe aus Hessen die deutsche Partyhits spielt. Das Publikum im Saal war vom ersten Moment an dabei und es wurde wortwörtlich auf den Stühlen getanzt. Es war unmöglich sich nicht mitreißen zu lassen und so konnte man binnen weniger Minuten das erleben, was das Weinfest für mich so besonders macht: Richtig gute Stimmung. Nach mehr als nur einer Zugabe musste die Band dann schließlich weichen um dem offiziellen Teil Platz zu machen. Dies ist dann auch der einzige Kritikpunkt den ich habe, denn die Reden waren viel zu lang und man merkte dass niemand im Saal wirklich interessiert daran war. Ich glaube man sollte diesen Teil erheblich kürzen und stattdessen den Musik Teil weiter ausbauen, da es eindeutig dieser war, der den Abend prägte und den man im Gedächtnis behalten wird. Mein persönliches Highlight an diesem Abend waren allerdings die beiden Auftritte des luxemburgischen Saxophon Trios Böf’s. Ihr Sound ist einmalig und schaffte es ebenfalls den ganzen Saal mitzureißen, so sehr sogar dass sich 2 Zuschauer spontan zu den Musikern auf die Bühne gesellten und das restliche Publikum zum Klatschen animierten, eine Aufforderung der jeder im Publikum nachkam. Leider war ihr Auftritt nur von kurzer Dauer, da sie dem Hauptevent, der Krönung der neuen Weinkönigin, weichen mussten, ein Umstand der sie leider auch von Zugaben abhielt. Den Abend ließ man dann gemütlich bei Tanzmusik ausklingen und so legte das 65. Trauben- und Weinfest einen starken Start hin und ließ die Vorfreude auf die nächsten beiden Tage wachsen.

Samstag

Samstags war für mich allein deswegen schon einer der Höhepunkte des Festes, weil die Böf’s ein mehrstündiges Konzert auf dem Marktplatz gaben. Ich kann nicht genug betonen wie talentiert diese junge Gruppe ist und es war mehr als nur eine Freude endlich ein ganzes Konzert von ihnen zu hören. Die traditionelle Showband Parade war ebenfalls wieder ein unterhaltsames Ereignis unter anderem auch durch den lustigen Auftritt der Roepoepers, die eigentlich keine Showband sind, doch seit inzwischen mehr als 20 Jahren auf dem Weinfest vertreten sind und jedes mal aufs neue die manchmal etwas trockene Showband Parade mit einem erfrischend anderen Auftritt auflockern. Dieses Mal durften wir unter anderem etwas brasilianische Karnevalsstimmung und einen spontanen Limbo-tanz-Auftritt, sowohl von den Roepoepers als auch von unserer neuen Weinkönigin genießen. Das Feuerwerk war wie jedes Jahr optisch äußerst ansprechend und gab den Startschuss für einen langen Abend auf den zahlreichen Ständen in Grevenmacher. Gefeiert wurde eigentlich überall und die Stimmung war einfach unglaublich. Nicht wenige gaben bis in die frühen Morgenstunden Vollgas und schlichtweg weigerten sich schlafen zu gehen.

Festzug am Sonntag

Am Sonntag dann gipfelte das Weinfest in dem traditionellen Festzug, der dieses Jahr unter dem Namen D’ Kondschafter um Tour“ aufgeführt wurde. Wie ich bereits erwähnte war es für mich dieses Mal das erste Mal dass ich an diesem Festzug teilnahm und zwar genau als einer der namensgebenden „Kondschafter“. Es war ein ganz besonderes Erlebnis und wird mir als mein persönlicher Höhepunkt des 65. Trauben- und Weinfestes in Erinnerung bleiben. Danach ließ man das Fest dann erneut bei einigen „Pättchen“ in Grevenmacher ausklingen, während man sich bereits auf das 66. Grevenmacher Trauben- und Weinfest nächstes Jahr freute.

Getränk des Festes

Was für eine Frage, Wein natürlich! Ich kann mit ziemlicher Sicherheit behaupten dass ich während dieser 3 Tage mehr Wein konsumiert habe als ich sonst in einem Monat trinke.

Verlierer des Festes

Der Schlaf. Ich glaube die meisten Menschen haben aufgrund der tollen Stimmung schlichtweg vergessen zu schlafen.

Höhepunkt des Festes

Der Festzug am Sonntag, da ich dieses Mal zum ersten Mal selbst dabei war und die allgemeine Stimmung während der drei Tage, der man sich einfach nicht entziehen kann.

Entdeckung des Festes

Die Böf’s. Wer nicht dabei war sollte sie sich wirklich mal ansehen (hier zum Beispiel ist eines ihrer Videos auf ihrem YouTube Kanal).

Dies ist es also, mein Fazit zum 65. Grevenmacher Trauben- und Weinfest. Ich hatte unglaublich viel Spaß während dieser 3 Tage und habe mir in meinem Kalender bereits das Datum für nächstes Jahr markiert. Es ist einfach unglaublich zu beobachten wie sich das ansonsten eher wie ausgestorben wirkende Dorf Grevenmacher jedes Jahr für 3 Tage in diesen fantastischen Ort der Freude, Musik und der guten Laune verwandelt. Wer nächstes Jahr in der Gegend ist, dem kann ich nur wärmstens ans Herz legen mal vorbeizuschauen, man wird es definitiv nicht bereuen!

*ANMERKUNG*

Ich bezeichne meine Heimat Grevenmacher hier in diesem und in dem vorherigen Artikel als Dorf. Um Konfusionen vorzubeugen möchte ich klarstellen dass Grevenmacher offiziell als Stadt gilt, doch ich glaube im internationalen Vergleich stehen wir wohl eher als Dorf da und weil ich diesen Blog international halten will, habe ich mich entschieden diesen Begriff zu verwenden. Dies ist auch keinesfalls negativ gemeint, im Gegenteil, ich bin stolz darauf in Grevenmacher zu leben und es würde mir auch niemals in den Sinn kommen diesen charmanten Ort zu verlassen. Nichts für ungut also meine luxemburgischen Freunde! Wir mögen zwar klein sein, aber man sollte ein Buch ja bekanntlich niemals nach seinem Umschlag beurteilen…

 
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Verfasst von - 16. September 2014 in Gemischtes

 

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Das Grevenmacher Trauben und Weinfest kurz erklärt

Es war nicht gerade leicht für mich zu entscheiden, über was ich diese Woche sprechen möchte. Ich schwankte lange zwischen den neuen iPhones und der Apple Watch die angekündigt wurden und dem 65. Grevenmacher Trauben und Weinfest welches dieses Wochenende hier in Grevenmacher stattfindet. Schlussendlich habe ich mich nun entschieden die neuen Apple Geräte nächste Woche zu behandeln und euch heute, für diejenigen von euch die es noch nicht kennen, das größte Fest meines Heimatdorfes vorzustellen. Ich veröffentliche den Artikel übrigens bereits am Freitag, weil das Weinfest heute Abend beginnen wird, daher würde es nicht mehr viel Sinn ergeben ihn am Sonntag zu veröffentlichen. Ich will mich hier an dieser Stelle übrigens auch noch einmal für inzwischen über 160 Besucher hier auf meinem Blog und 10 follower bedanken, das sind für mich wirklich fantastische Zahlen!

Doch zum Weinfest, was ist das nun eigentlich? Nun als erstes wäre es vielleicht nicht schlecht zu wissen, dass Grevenmacher an der Mosel liegt und daher, wie die ganze Moselregion, für den Weinbau bekannt ist. Weinbau ist eine Tradition die an der Mosel und besonders hier in Grevenmacher weit zurückreicht und vor 65 Jahren beschloss man sich diese Tradition jedes Jahr mit dem Grevenmacher Trauben und Weinfest zu feiern. Zum Weinfest gehört auch die Krönung einer Weinkönigin die ab dann für ein Jahr die luxemburgischen Weine im Ausland auf allerhand Messen und Veranstaltungen vertritt. Die menschliche Verkörperung des luxemburgischen Weines also. Diese wird traditionell am Freitag während des Krönungsabend gekrönt und leitet dadurch auch das eigentliche Fest ein. Nach diesem Ereignis ist nämlich in dem ansonsten eher ausgestorbenem Grevenmacher für 2 Tage so einiges los. Wenn die Moselaner nämlich eines können, ist es guten Wein herzustellen und genau so gut zu feiern.

Das Weinfest ist eine Tradition die weit zurückreicht und die man als Bürger von Grevenmacher im Herzen trägt. Es ist nicht nur ein Fest des Weines und der Trauben sondern auch ein Fest der Traditionen und Sitten, über die wir besonders hier in Grevenmacher im Überfluss verfügen. Ein Fest für jung und alt, ist das Weinfest jedes Jahr ein ganz besonderes Ereignis, das inzwischen sogar über die Grenzen Luxemburgs hinaus bekannt ist. Luxemburg ist mit seinem hohen Ausländeranteil ohnehin schon ein multikulturelles Land und deshalb konnte ich immer mal wieder Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt antreffen und mit ihnen ein gemütliches „Pättchen“ (luxemburgisches Wort, das man wohl grob mit Gläschen übersetzen kann) an einem der vielen Stände in Grevenmacher genießen. Von Außen mag es wohl nur ein schlichtes Dorffest sein, doch wer es einmal richtig erlebt hat und die drei Tage voll dabei war, kann bezeugen dass es weit mehr ist.

Nach all dem Feiern leben wir unsere Kultur und Traditionen dann aber erst richtig am Sonntag während des Umzugs aus. Hier erst erkennt man die unglaubliche Vielfalt die in diesem kleinen Dorf an der Mosel wirklich steckt. Ich bin immer wieder aufs Neue beeindruckt was so alles in meinem geliebten Heimatdorf steckt und habe jeden Umzug seit meinen Kindheitsjahren jedes Jahr aufs Neue mit größter Aufmerksamkeit und Freude verfolgt. Dieses Jahr habe ich nun die Ehre selbst ein Teil dieses Umzugs zu sein und auch noch eine DER Symbolfiguren des Weinfestes (neben der Weinkönigin natürlich) zu verkörpern und zwar einen „Kondschafter“, eine Figur die auf ein Gemälde des Malers Jean-Pierre Beckius zurückgeht. Das Weinfest ist weit mehr als nur ein Fest und besonders als Sohn oder Tochter der Stadt Grevenmacher kann man wahrlich sagen dass man dieses Fest „lebt“.

Ich freue mich sehr auf dieses 65. Grevenmacher Trauben und Weinfest, welches heute Abend mit der Krönung unserer neuen Weinkönigin Muriel beginnt. Ich liebe meine Heimat und ich liebe meine Heimatstadt. Ich liebe die Sagen und Legenden, die historischen Figuren, die Geschichte und einfach alles was diese Stadt ausmacht. Wenn jemand von euch mal zur Zeit des Weinfestes in der Gegend ist kann ich ihm nur wärmstens ans Herz legen, uns einen Besuch abzustatten. Ich gebe dann auch gerne ein „Pättchen“ aus!

Interessiert? Mehr Informationen hier

 
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Verfasst von - 12. September 2014 in Gemischtes

 

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An 18 year old looks back

Tomorrow will be a kind of special day for me since tomorrow I’ll celebrate my 18th birthday. 18 is not a birthday like any other or at least not like any of the birthdays I had before. There will be something different from this day on. I know a lot of people are excited for their 18th birthday and cannot wait to finally become an „adult“. I’m excited too but I also know that with adult life comes a lot of responsibility. But before I cross the line to this new chapter in my life I think now is a good time to take a first look back on life so far. What have I learned or experienced? Well here’s a list of 18 things I learned during the 18 years I’m here on earth:

#1 Life is not supposed to be fair.

#2 Having trust in yourself is a big part of being successful.

#3 People seem to like complaining about politics but most of them don’t actually try to change something themselves.

#4 Being polite seems to get out of fashion but I think it is something that makes our lifes easier.

#5 Before you do something ask yourself two questions: Will I possibly regret doing this 30 years from now? Will I possibly regret not doing this 30 years from now? If the answer to the first question is yes don’t do it. If the answer to the second question is yes do it.

#6 It is better to have a few real friends than a lot of fake friends.

#7 Find a role model. Both someone who maybe is already dead or too famous for you to contact (in my case John Green) and someone close to you who can guide you personally (in other words a mentor).

#8 People who are older than you aren’t necessarily always right but they do have more experience with life since they are longer here than you.

#9 Knowing the right people will always benefit you.

#10 If you can be nice.

#11 On the other hand there are also people who don’t deserve you being nice to them. Keep away from those people instead of fighting or arguing with them. The time you’d spend being miserable with them could be spent doing something awesome.

#12 Have principles. Things you won’t step away from. 

#13 Try something new from time to time.

#14 The best way to keep a secret is not to tell anyone. The second best way is if it really has to be to tell one other person whom you can trust completely. There is not third best way. (Yes this is from NCIS. Maybe I should write a post about my favorite sitcoms one day…)

#15 It will bring you far in life when you’re known as being trustworthy (for example when you need a favor from a teacher in school like one or two extra points they will rather give them to you if you always did what they asked you to do. If you still don’t get the favor don’t get rude and accept it. They will remember that too.)

#16 Flaws are not always something you should get rid of. They shape your personality too. Just don’t let them get out of hand.

#17 Just because some members of a group behave like d*cks it doesn’t mean that the hole group consists of d*cks. This applies to every religion as well as for vegans or feminists. Unfortunately most of the world doesn’t seem to think this way and judges a hole group based on the actions of a few idiots (Best example would be to think that all muslims are terrorists just because a small amount of them are too stupid to read the Koran the right way). Why can’t we just respect each other and stop this nonsense? (I know it seems like I forgot #1…)

#18 Always look on the bright side of life

So far I’m pretty happy with my life. I look back with mostly pride and yes some regrets (but then again, too few to mention… Ah I just love this song by Sinatra… But you already know that since you read my Top 10 Songs, right?). But I look forward to it getting even better in the upcoming years. However there is one thing that I realised while thinking about this list: What I really want to make let’s say the „theme“ of my 18th birthday is gratefulness. I am grateful for the life that I am allowed to live. I am grateful for the knowledge that I was allowed and still am allowed to receive in school from my teachers but also from my parents and other persons that inspire me. I am grateful for every act of kindness I received in these 18 years. I am grateful for the amazing people that I humbly call my friends. My friends from whom I also learned so much already. My friends with whom I had so much fun. My friends who give this life of mine its colour. Thank you here at this point of life for these amazing years and I already look eagerly forward to the upcoming years…  

For now I leave you with these thoughts and I hope you’ll have an awesome week!

 
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Verfasst von - 7. September 2014 in Gemischtes

 

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Kunst trifft Poesie

Malerei ist Sprache für die Augen, Sprache ist Malerei für das Ohr.

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