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Der Poet, der Außenseiter

27 Jul

Ich brauche mir nichts vorzumachen, ein noch nicht einmal 20-jähriger der Gedichte schreibt ist nicht gerade das was man heute mit dem Begriff „normal“ bezeichnen würde. Doch es beschränkt sich nicht nur auf Jugendliche: Poesie im Allgemeinen hat in den letzten Jahren und sogar Jahrzehnten deutlich an Bedeutung verloren. Oftmals nur noch als Kitsch abgestempelt, werden kunstreich mit Metaphern, Alliterationen und sonstigen Stilmittel verzierte Verse in einer Zeit der Tweets und SMS, bei denen es auf Kürze und Direktheit ankommt, eher verschmäht. Doch verdient die Poesie diese Außenseiterrolle? Da ich selbst Poet bin kann meine Antwort wohl schlecht „ja“ lauten. Meiner Meinung nach sind viele Menschen heutzutage von Poesie eingeschüchtert. Denkt man an Gedichte kommen einem die Meisterwerke von Goethe, Schiller, Novalis, Heine und anderen natürlich sofort in den Kopf. Deren Werke sind wahrlich meisterlich doch besonders die beiden Erstgenannten hatten doch auch einen Hang dafür nicht gerade in Umgangssprache zu dichten. Doch gerade das ist es was Poesie ausmacht, sie schafft es Gefühle auf eine Art und Weise zu beschreiben, wie wir es im normalen Sprachgebrauch niemals könnten. Für den Dichter selbst ist Poesie daher oft auch eine Art „Therapie“ die ihm hilft mit persönlichen Problemen umzugehen. In meinem Vorwort zu meinem Buch „Dichterische Freiheit“ erläutere ich dass es diese Freiheit ist die jedem Gedicht, unabhängig von seinem literarischen Wert, seine Daseinsberechtigung gibt.“. Gerade heute, wenn wir versuchen uns so kurz wie möglich zu fassen, sollten wir vielleicht manchmal versuchen uns so auszudrücken wie wir es wirklich wollen.

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Verfasst von - 27. Juli 2014 in Literatur

 

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