Mondscheinsonette – Ein Eigenkommentar (Teil 3)

Dies ist der dritte Teil meines Eigenkommentars zu „Mondscheinsonette”. Falls ihr den zweiten Teil verpasst habt, könnt ihr ihn hier nachlesen. Der Absturz in „Mondscheinsonette” ist hart und abrupt. War die angeblich heile Künstlerwelt in den ersten beiden Abschnitten bereits äußerst fragwürdig und mehr als instabil, so wird sie im Abschnitt „tiefste nacht” geradezu feindlich. … Continue reading Mondscheinsonette – Ein Eigenkommentar (Teil 3)

Welkenfeld – Eine Geschichte des Versagens (Teil 4 – ENDE)

Über dem leeren Flur lag eine erdrückende Stille. Die aschgrauen Mauern türmten sich wie die Wände einer Kathedrale zu Welkenfelds Seiten auf. Sein Arbeitszimmer lag im 2. Stock. Jeder seiner Schritte hallte bedrohlich wieder, wie Glockenschläge die den Geweihten begleiteten. Er fühlte sich unwohl. Diese Muse hatte etwas in ihm in Gang gesetzt, das er … Continue reading Welkenfeld – Eine Geschichte des Versagens (Teil 4 – ENDE)

Welkenfeld – Eine Geschichte des Versagens (Teil 3)

Mindestens 50 Minuten vergingen, während denen Heinrich Welkenfeld wie zur Marmorstatue erstarrt, von seinem Platz aus das Mädchen begutachtete. Eine jugendlich-naive Freude breitete sich in seinem Inneren aus, wie jedes mal wenn er eine neue Muse zum ersten Mal erblickte. Ach, wie wunderbar wird er dichten! Dieses Mädchen allein wird die Saat für einen eigenen … Continue reading Welkenfeld – Eine Geschichte des Versagens (Teil 3)

Welkenfeld – Eine Geschichte des Versagens (Teil 2)

 Der Wanderer schlenderte lustlos die Zypressenallee hinab, der einzige Weg der seinen Wohnsitz mit dem Dorf verband. Höhnend verspottete ihn das Gekreische der Raben, die hinterlistig ihre Kreise über dem Kopf des Dichters zogen. Diesen Verrat der Natur an ihm verärgerte Heinrich Welkenfeld besonders, weil er sie eigentlich bisher immer als seine Verbündete angesehen hatte. … Continue reading Welkenfeld – Eine Geschichte des Versagens (Teil 2)