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65. Grevenmacher Trauben- und Weinfest: Das Fazit

So schnell wie es kam ist es nun auch wieder vorbei: Das 65. Grevenmacher Trauben- und Weinfest hat am späten Sonntagabend sein Ende gefunden. Wieder einmal war es für mich der bisherige Höhepunkt dieses Jahres und dies aus unterschiedlichen Gründen. In diesem Sonderartikel will ich ein kurzes Fazit ziehen über die drei Tage indem ich auf ein paar Punkte eingehen die, wie ich finde, dieses Jahr hervorstachen. Am Sonntag gibt es dann meinen regulären wöchentlichen Artikel rund um die neuen iPhones und die Apple Watch.

Der Krönungsabend

Am Anfang war ich skeptisch ob der Krönungsabend an die fantastische Show von letztem Jahr heranreichen würde (2013 lieferte eine Queen Coverband eine unglaubliche Performance, die jeden im Saal mitriss) doch ich sollte eines Besseren belehrt werden. Der Hauptact dieses Jahr hieß Van Baker& Band, eine deutsche Gruppe aus Hessen die deutsche Partyhits spielt. Das Publikum im Saal war vom ersten Moment an dabei und es wurde wortwörtlich auf den Stühlen getanzt. Es war unmöglich sich nicht mitreißen zu lassen und so konnte man binnen weniger Minuten das erleben, was das Weinfest für mich so besonders macht: Richtig gute Stimmung. Nach mehr als nur einer Zugabe musste die Band dann schließlich weichen um dem offiziellen Teil Platz zu machen. Dies ist dann auch der einzige Kritikpunkt den ich habe, denn die Reden waren viel zu lang und man merkte dass niemand im Saal wirklich interessiert daran war. Ich glaube man sollte diesen Teil erheblich kürzen und stattdessen den Musik Teil weiter ausbauen, da es eindeutig dieser war, der den Abend prägte und den man im Gedächtnis behalten wird. Mein persönliches Highlight an diesem Abend waren allerdings die beiden Auftritte des luxemburgischen Saxophon Trios Böf’s. Ihr Sound ist einmalig und schaffte es ebenfalls den ganzen Saal mitzureißen, so sehr sogar dass sich 2 Zuschauer spontan zu den Musikern auf die Bühne gesellten und das restliche Publikum zum Klatschen animierten, eine Aufforderung der jeder im Publikum nachkam. Leider war ihr Auftritt nur von kurzer Dauer, da sie dem Hauptevent, der Krönung der neuen Weinkönigin, weichen mussten, ein Umstand der sie leider auch von Zugaben abhielt. Den Abend ließ man dann gemütlich bei Tanzmusik ausklingen und so legte das 65. Trauben- und Weinfest einen starken Start hin und ließ die Vorfreude auf die nächsten beiden Tage wachsen.

Samstag

Samstags war für mich allein deswegen schon einer der Höhepunkte des Festes, weil die Böf’s ein mehrstündiges Konzert auf dem Marktplatz gaben. Ich kann nicht genug betonen wie talentiert diese junge Gruppe ist und es war mehr als nur eine Freude endlich ein ganzes Konzert von ihnen zu hören. Die traditionelle Showband Parade war ebenfalls wieder ein unterhaltsames Ereignis unter anderem auch durch den lustigen Auftritt der Roepoepers, die eigentlich keine Showband sind, doch seit inzwischen mehr als 20 Jahren auf dem Weinfest vertreten sind und jedes mal aufs neue die manchmal etwas trockene Showband Parade mit einem erfrischend anderen Auftritt auflockern. Dieses Mal durften wir unter anderem etwas brasilianische Karnevalsstimmung und einen spontanen Limbo-tanz-Auftritt, sowohl von den Roepoepers als auch von unserer neuen Weinkönigin genießen. Das Feuerwerk war wie jedes Jahr optisch äußerst ansprechend und gab den Startschuss für einen langen Abend auf den zahlreichen Ständen in Grevenmacher. Gefeiert wurde eigentlich überall und die Stimmung war einfach unglaublich. Nicht wenige gaben bis in die frühen Morgenstunden Vollgas und schlichtweg weigerten sich schlafen zu gehen.

Festzug am Sonntag

Am Sonntag dann gipfelte das Weinfest in dem traditionellen Festzug, der dieses Jahr unter dem Namen D’ Kondschafter um Tour“ aufgeführt wurde. Wie ich bereits erwähnte war es für mich dieses Mal das erste Mal dass ich an diesem Festzug teilnahm und zwar genau als einer der namensgebenden „Kondschafter“. Es war ein ganz besonderes Erlebnis und wird mir als mein persönlicher Höhepunkt des 65. Trauben- und Weinfestes in Erinnerung bleiben. Danach ließ man das Fest dann erneut bei einigen „Pättchen“ in Grevenmacher ausklingen, während man sich bereits auf das 66. Grevenmacher Trauben- und Weinfest nächstes Jahr freute.

Getränk des Festes

Was für eine Frage, Wein natürlich! Ich kann mit ziemlicher Sicherheit behaupten dass ich während dieser 3 Tage mehr Wein konsumiert habe als ich sonst in einem Monat trinke.

Verlierer des Festes

Der Schlaf. Ich glaube die meisten Menschen haben aufgrund der tollen Stimmung schlichtweg vergessen zu schlafen.

Höhepunkt des Festes

Der Festzug am Sonntag, da ich dieses Mal zum ersten Mal selbst dabei war und die allgemeine Stimmung während der drei Tage, der man sich einfach nicht entziehen kann.

Entdeckung des Festes

Die Böf’s. Wer nicht dabei war sollte sie sich wirklich mal ansehen (hier zum Beispiel ist eines ihrer Videos auf ihrem YouTube Kanal).

Dies ist es also, mein Fazit zum 65. Grevenmacher Trauben- und Weinfest. Ich hatte unglaublich viel Spaß während dieser 3 Tage und habe mir in meinem Kalender bereits das Datum für nächstes Jahr markiert. Es ist einfach unglaublich zu beobachten wie sich das ansonsten eher wie ausgestorben wirkende Dorf Grevenmacher jedes Jahr für 3 Tage in diesen fantastischen Ort der Freude, Musik und der guten Laune verwandelt. Wer nächstes Jahr in der Gegend ist, dem kann ich nur wärmstens ans Herz legen mal vorbeizuschauen, man wird es definitiv nicht bereuen!

*ANMERKUNG*

Ich bezeichne meine Heimat Grevenmacher hier in diesem und in dem vorherigen Artikel als Dorf. Um Konfusionen vorzubeugen möchte ich klarstellen dass Grevenmacher offiziell als Stadt gilt, doch ich glaube im internationalen Vergleich stehen wir wohl eher als Dorf da und weil ich diesen Blog international halten will, habe ich mich entschieden diesen Begriff zu verwenden. Dies ist auch keinesfalls negativ gemeint, im Gegenteil, ich bin stolz darauf in Grevenmacher zu leben und es würde mir auch niemals in den Sinn kommen diesen charmanten Ort zu verlassen. Nichts für ungut also meine luxemburgischen Freunde! Wir mögen zwar klein sein, aber man sollte ein Buch ja bekanntlich niemals nach seinem Umschlag beurteilen…

 
2 Kommentare

Verfasst von - 16. September 2014 in Gemischtes

 

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