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Archiv für den Monat Februar 2015

„Der Turm“ von Uwe Tellkamp: Romananalyse (1. Teil: Einleitung und Beginn der Inhaltsangabe)

„Der Turm“ von Uwe Tellkamp: Romananalyse (1. Teil: Einleitung und Beginn der Inhaltsangabe)

„Der Turm“ ist ein von Uwe Tellkamp geschriebener Roman. Er ist 2008 im Suhrkamp Verlag erschienen. In diesem 976 Seiten umfassenden Roman werden die letzten sieben Jahre der Deutschen Demokratischen Republik bis zum Mauerfall durch die Augen von drei miteinander verwandten Charakteren aus einem Dresdner Villenviertel erzählt. Der Roman zeigt dabei verschiedene Gesellschaftsschichten und deren Zusammenhänge auf.

Die Handlung beginnt Ende November 1982 in Dresden mit dem 50. Geburtstag von Richard Hoffmann, Chirurg. Er ist verheiratet mit Anne Hoffmann, geborene Rohde, von Beruf Krankenschwester. Mit ihr hat er zwei Söhne, den siebzehnjährigen Christian und seinen zweieinhalb Jahre jüngeren Bruder Robert. Während der Geburtstagsfeier, zu der Familie, Freunde und Arbeitskollegen eingeladen sind, macht sich bereits die Politik bemerkbar die bis in den Alltag der Bürger eindringt. Hauptthema des Abends ist der Tod des kürzlich verstorbenen Parteichefs der KPdSU Leonid Breschnew und Spekulationen über dessen Nachfolger Juri Andropow. Ebenfalls bemerkbar macht sich bereits die eingeschränkte Meinungsfreiheit, da sich unter den Gästen auch liniengetreue „Genossen“, Mitglieder der SED befinden, wie beispielsweise Klinikchef Müller, der mit spitzen Ohren nach Kritik am Regime lauscht.

In „Der Turm“ gibt es eigentlich drei Hauptcharaktere, die wir alle auch während dieser Geburtstagsfeier kennenlernen. Richard Hoffmanns Sohn Christian spielt Cello und trägt seinem Vater als Teil eines kleinen „Orchesters“ ein Geburtstagsständchen vor. Wie wir später erfahren distanziert er sich eigentlich vom System der DDR, doch da er Arzt werden will, reichen gute Noten für ihn nicht aus, es wird von ihm auch gesellschaftliches Engagement im Sinne des Sozialismus abverlangt. Dies läuft schlussendlich darauf hinaus, dass er, um sich einen Studienplatz zu sichern, praktisch gezwungen ist sich für eine Verlängerung seines Wehrdienstes in der Nationalen Volksarmee auf drei Jahre durch freiwilligen Wehrdienst zu entscheiden. Die durch sein Milieu bedingte Distanz zum Regime verführt ihn jedoch öfters dazu negativ aufzufallen. So wird bei ihm beispielsweise während eines Wehrkundelagers ein Roman aus der NS-Zeit gefunden, wodurch er fast von der Schule fliegt. Christian hegt auch zur gleichen Zeit jugendliche Schwärmereien für zwei Mädchen aus seiner Klasse, Verena und Reina. Mit letzterer kommt es auch fast zu einer Beziehung, doch aufgrund einer Meinungsverschiedenheit über das Regime der DDR, welches Reina verteidigt, gehen sie zunächst getrennte Wege. Während seiner NVA-Zeit erlebt Christian die teilweise sehr harte Schikanierung der jüngeren Soldaten durch die älteren. Am öftesten fällt diesen ein charakterlich schwacher Soldat namens Burre zum Opfer, dem die Soldaten den Spitznamen „Nutella“ geben, nachdem sie ihn gezwungen hatten ein mit Kot bestrichenes Brot zu essen. Burre stirbt später während einer Panzerübung durch einen Unfall. Frustriert beleidigt Christian daraufhin seinen Vorgesetzten und lässt sich selbst zu Kritik am sozialistischen System hinreißen. Christian wird daraufhin zusammen mit einem anderen Soldaten, dem man den Spitznamen „Pfannkuchen“ gab, zu einem Aufenthalt im NVA-Militärgefängnis Schwedt, Zwangsarbeit und einer Dienstverlängerung von zwei Jahren verurteilt. Er erlebt den drastischen Strafvollzug in all seinen Facetten bis hin zu einem Aufenthalt im sogenannten „U-Boot“, einer Isolationszelle. Hier wird Christian dann auch seinem Spitznamen „Nemo“ (lat. „Niemand“) gerecht und fügt sich absolut unauffällig in die Gesellschaft ein. Christians letzte Auflehnung gegen das System ereignet sich am 3. Oktober 1989 als er einen Polizeieinsatz gegen eine Demonstration unterstützen soll, an der auch seine Mutter teilnimmt und dabei verprügelt wird. Christian verweigert sich erneut dem System, wird zu seiner Überraschung aber diesmal „nur“ mit Innendienst bestraft.

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Danke für das Lesen dieses Artikels! Ich bin dankbar für jeden einzelnen Leser und falls es dich interessiert kannst du einige meiner anderen Artikel lesen. Wenn dir der Artikel gefallen hat, kannst du ihn teilen, ich wäre sehr dankbar dafür. Ich bin auch auf Facebook sowie auf Twitter (@VitoVolpe9) vertreten. Ich wünsche eine angenehme Woche und vielleicht bis nächsten Sonntag für einen neuen Artikel auf Englisch oder Sonntag in 2 Wochen für den nächsten Teil meiner Analyse des Romans „Der Turm“ von Uwe Tellkamp auf Deutsch!

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 15. Februar 2015 in Literatur

 

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Statusmitteilung

Update: Die erste Romananalyse auf „just thoughts“

Diesen Sonntag starte ich eine neue Reihe von Artikeln hier auf diesem Blog. Ich werde beginnend mit diesem Sonntag, während einiger Wochen eine Romananalyse von Uwe Tellkamps „Der Turm“ auf meinen Blog hochladen. Diese Romananalyse ist im Rahmen meines Deutschunterrichts entstanden und mit der Bemerkung „sehr gut“ bewertet worden. Aufgrund dieser doch recht guten Bewertung möchte ich euch diese Analyse hier auf meinem Blog zur Verfügung stellen. Ich werde sie in mehreren Teilen hochladen, beginnend mit einer Einleitung sowie dem Beginn der Inhaltsangabe. Handgeschrieben umfasst die Analyse knapp 16 Seiten. Ich werde dennoch versuchen meinen Rhythmus beizubehalten und deswegen wird der Artikel für Sonntag, den 22. Februar dann wahrscheinlich wieder auf Englisch sein.

 
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Verfasst von - 13. Februar 2015 in Allgemein

 

A simple and efficient solution (Satire)

A simple and efficient solution (Satire)

***PLEASE READ THIS BEFORE YOU START READING THE MAIN TEXT!***

The following text was created as part of an exercise in satirical writing during my English class. The text is NOT to be taken seriously. I DO NOT support any ideas of the extreme right political scene. I DO NOT mean what I say in the text (which is kind of the point of satire). If you desire to copy this text this introduction HAS to be copied with the text and HAS to be shown before the actual text.
The text is inspired by Jonathan Swift’s „A Modest Proposal“ from 1729.

A simple and efficient solution to the immigration question

One of the biggest and nastiest problems the modern European is confronted with these days is the excessive amount of asylum-seekers flooding in our honorable countries from the Middle-East. It is such an unpleasant situation that a lot of humble citizens already walked the streets to express their well-founded displeasure against this incredible violation of our culture.

To finally give these righteous people what they deserve I spend a lot of time thinking about the problem while also taking into account the already existing research of some of the leading experts on the problem. After a deep analysis of all the data I came up with an actually quite simple solution that will eliminate the immigration problem while preserving our own humble culture at the same time.

To demonstrate my plan I will take Germany as an example because it is here where the problem is nearly unbearable for the population. Despite the media and the government spreading false information about a low percentage of foreigners in Germany a small group of highly intellectual people named PEGIDA sees the truth. After I completed my own calculations, I came to the shocking result that the German population is composed of at least 49 % foreigners. This number shows just how endangered the German culture is and therefore I want to save it from extinction with this efficient and straight forward plan:

The first problem to solve is to find a way to reduce the number of asylum-seekers. While Germany already had a pretty efficient way of dealing with an unwanted group of people I found it to be an unnecessary expense to invest money in the rebuilding of the old facilities. A way easier solution would be to just use the already existing shelters for the asylum-seekers and put giant Muhammad caricatures on them. By doing this radical Islamists will break into the shelters and take care of the problem. When they are done the police who will be waiting for them outside can then take care of the Islamists. By repeating this the first problem will be solved very quickly, but of course it doesn’t end here. With the situation now being taken care of, you will now have a quite large supply of „human resources“ which would truly be a shame to be wasted. While doing my research on the problem I had the great luck to find a man who may not be an expert himself, but who could tell me about a true expert on the problem. The man I talked to was in his childhood befriended to Heinrich Himmler’s son and used to go play over at Mr. Himmler’s house. He told me that while there he once went into a room where all the furniture was made out of human bones. He ensured me that this furniture was of superb if not extraordinary quality. I therefore suggest to use the bones of the human resources to build furniture that way we could also save the lives of a lot of animals like elephants for example since there wouldn’t be a need anymore to brutally murder those innocent animals for their ivory. While thinking about it, I assume human skin would also make a great replacement for paper thereby reducing deforestation.

As you can see the plan I propose is simple, cheap and solves some of today’s biggest problems. To recapitulate:
Reduced number of immigrants, free resources for german carpenters, reduced deforestation due to increased use of human skin and reduced number of killed elephants. I would highly recommend a discussion of this plan in all European governments to put it into action as soon as possible.

Copyright 2015 Vito Volpe

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Thanks a lot for reading this week’s post! I really appreciate every single reader and if you’re interested you can read some of my other articles as well. If you want you can share my posts with others I’d really appreciate it. You can also find me on Facebook as well as Twitter (@VitoVolpe9). I hope you have a great week and I see you next Sunday for an all new post in German or in two weeks for a new post in English!

 
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Verfasst von - 8. Februar 2015 in Gemischtes, Literatur, Politik

 

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Kunst trifft Poesie

Malerei ist Sprache für die Augen, Sprache ist Malerei für das Ohr.

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